Viva la Revolucion- die Zeiten sind vorbei!

Sternstunden. Manchmal da gibt es Momente, in denen wir die Chance bekommen, dass zu tun, was wir wirklich wollen: für eine bessere Welt kämpfen. Ersatzweise schaue ich mir meine Lieblingsfilme an: Die Fetten Jahre sind vorbei. Auf der anderen Seite. Die Hauptdarsteller leben in der gleichen Welt, der gleichen Zeit, dem gleichen Gefühl. Wenn Menschen davon abgehalten werden, dass zu tun was sie am meisten wollen, gefährden sie andere oder sich selbst. „Vielleicht bist du einfach jemand, der gerne kämpft“- ja, vermutlich sind wir das. Lasst uns lieber!

 Wir leben in einer Zeit in der es so scheint als gäbe es keine Möglichkeit, keine Hoffnung auf die große Verränderung. „Alles ist schon mal da gewesen“, die Möglichkeiten sind erschöpft. Wir können zu amnesty gehen und für die Menschenrechte kämpfen oder uns  bei attac  für eine gerechtere Globalisierung einsetzten. Wir können der Welthungerhilfe und Greenpeace ein bisschen Geld spenden. Wir können Coca-Cola und H&M boykottieren. Das „große Ganze“ aber kann nur vom Ganzen, einer Masse, allen bewegt werden.  Probleme sind seit 68 nicht verschwunden, sie haben sich nur auf einen anderen Schauplatz verlagert: auf dem Weg von Afrika nach Europa sterben die Menschen in den Meeren oder landen weit weg von ihrer Heimat dort, wo sie niemand haben will. Sie reisen den Fischen hinterher, die sie früher vorm Verhungern retteten und jetzt gierige Mäuler in der EU stopfen. Die EU hingegen schickt ihnen, ach wie großzügig, ihren subventionierten Müll- billiger subventionierter Müll, der jede einheimische Produktion nicht wettbewerbsfähig sein lässt.  Die Erfinder des Marktes haben die Erlaubnis ihre eigenen Regeln zu machen und wer keine Lust hat mitzuspielen, bekommt keine Entwicklungshilfe mehr. Geld ist alles was zählt. Wir sind weit weg von den Grenzen der EU, weit weg von Afrika, aber die Fische vor den Küsten landen in unseren Mäulern. Wir sind machtlos. Wir verzichten auf Fisch und Fleisch, aber an den Zuständen ändert das nicht. Wir können uns manchmal immerhin weigern Blut zu lecken. Ein schwacher Trost.

Meiner Generation ist langweilig. Manchen bereitet das eine schlimme Depression. Wir haben kein Interesse an Verränderung. Es geht uns super!  Vielleicht sollten wir irgendetwas kaputtmachen, anzünden oder uns schlagen.

4.6.08 01:05

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(5.6.08 12:54)
und worte kotzen um nicht zu ersticken

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